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25.08.2017

BEACH SOCCER | ERNÜCHTERNDE SAISONBILANZ

GC Beach Soccer setzt sich traditionell hohe Saisonziele. Seit der Gründung im Jahre 2012 durften die "Sandhoppers" jede Saison mindestens einen Titel bejubeln. Dieses Jahr fällt die Saisonbilanz ernüchternd aus: Weder das Herren- noch das Damen-Team haben es geschafft einen Wettbewerb zu gewinnen. Die Gründe dafür sind verschiedener Art.

Im Mai dieses Jahres gab GC Beach Soccer wie gewohnt die Zielsetzung für die anstehende Saison bekannt. Das Herren-Team setzte sich zum Ziel die Meisterschaft zu gewinnen und im Schweizer Cup den Final zu erreichen. Das Damen-Team steckte seine Ziele fast ebenso hoch: In beiden nationalen Wettbewerben wollte es ins Endspiel vorstossen. Doch leider kam für beide Mannschaften alles anders als geplant.

Kein Spiel mit komplettem Kader

Nach vier Jahren in Serie als Vize-Meister wollte das Herren-Team endlich wieder ganz nach oben. Doch daraus wurde nichts: Erstmals seit der Vereinsgründung stand das Herren-Team von GC Beach Soccer nicht im Endspiel der Premier League. Das Halbfinal gegen den BSC Havana Shots ging klar verloren, ebenso das Spiel um Platz 3 gegen den BSC Bienne Hatchets. Im Schweizer Cup war sogar bereits im Viertelfinale Schluss, auch hier bedeuteten die Havana Shots Endstation.

"Die Enttäuschung ist gross. Wir haben uns diese Saison anders vorgestellt", resümiert Spielertrainer Dejan Stankovic. Völlig überraschend kommt das enttäuschende Abschneiden für ihn aber nicht: "Wir hatten auf diese Saison diverse Abgänge, davon einige gewichtige, und mussten neue Spieler ohne Beachsoccer-Erfahrung ins Team integrieren – deshalb mussten wir ein bisschen damit rechnen. Hinzu kommt, dass wir aufgrund des Spielplans des Nationalteams und verletzten Spielern kein einziges Spiel mit dem kompletten Kader absolvieren konnten." Stankovic meint mit dem letzten Punkt insbesondere die beiden Nationalspieler Nicola Werder und Glenn Hodel, welche die entscheidende Meisterschaftsphase aufgrund von Verletzungen verpassten. Verteidiger Werder wechselte erst auf diese Saison zu den Sandhoppers und sollte in der Defensive für mehr Qualität sorgen – umso härter traf es die Mannschaft, als er sich unmittelbar vor den Playoffs schwer am Knie verletzte.

Trotzdem kann Stankovic der Saison auch Gutes abgewinnen: "Wir haben gekämpft und konnten neue Spieler integrieren. Zudem kamen Spieler zum Einsatz, die in den letzten Saisons wenig Spielzeit hatten." Und schliesslich kann man aus Niederlagen immer auch lernen. Was sich hinsichtlich der kommenden Saison verändern muss, ist für Stankovic klar: "Wir müssen unser Kader verstärken – sowohl quantitativ als auch qualitativ. Wir brauchen im Training mehr Konkurrenzkampf, um die Qualität zu erhöhen. Und natürlich müssen auch unsere Leistungsträger, die Nationalspieler, öfter anwesend sein."

Zusammenarbeit mit Grande Motte als Highlight

Auch beim Damen-Team von GC Beach Soccer fällt die Saisonbilanz enttäuschend aus. Auch die Damen scheiterten im Cup früh und schafften es in der Meisterschaft nicht in den Final. Immerhin reichte es aufs Podest: Das Spiel um Platz 3 gegen den SC Rappiranhas entschied die Mannschaft mit 6:5 nach Penalties für sich.

"Wir hatten Grosses vor, doch es kam anders als geplant", sagt Cornelia Hug, Co-Verantwortliche der Damen-Mannschaft. Nachdem das Team im Sommer 2016 die Champions League des Beachsoccer gewann und sich "Königinnen Europas" nennen durfte, kommt das enttäuschende Abschneiden in den heimischen Wettbewerben von aussen gesehen ziemlich überraschend. Doch auch hierfür gibt es Gründe. Wie schon bei den Herren sind sie in erster Linie personeller Natur.  "Mit Lena Stucki, Rahel Lattmann, Selina Zumbühl und zum Schluss auch mir sind diverse Stammspielerinnen ausgefallen. Am Ende müssen wir sagen: Wir haben aus einer schwierigen Saison das Beste rausgeholt", analysiert Cornelia Hug. Damit die nächste Saison nicht wieder mit einer Enttäuschung endet, ist für Hug klar, was sich ändern muss: "Wir müssen besser auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Dazu müssen wir noch mehr Spielerinnen für unseren Sport begeistern und noch konsequenter an unserem Spielsystem arbeiten."

Für das Damen-Team gab es in dieser Saison zwar keinen Titel, ein aussergewöhnliches Highlight hingegen schon. Es ereignete sich am Spielwochenende in Lausanne. In Form eines internationalen Austauschs reisten vier Spielerinnen vom französischen Team Grande Motte PBS an – und sorgten in den drei Partien mit den GC-Spielerinnen für ein Spektakel. Drei Siege und nicht weniger 35 GC-Tore durften in Lausanne bejubelt werden.

Christoph Muggler